12designer – Geld verdienen oder Zeit verlieren?

12designer ist eine Webseite ähnlich von designenlassen.de.

Designer können Aufträge bearbeiten und am Ende gewinnt einer – alle anderen gehen leer aus. Dazu habe ich bereits einen Artikel geschrieben. Daber wurde die Materie aus der Sicht eines Designers betrachtet, der die sinkenden Preise und den Verfall des Wertes seiner Leistungen sehr kritisch betrachtet.

Aber wie sieht es eigentlich für alle anderen aus? Auf money2010.de wird sehr positiv über die Seite 12designer.de berichtet. Ist dieses Urteil überhaupt gerechtfertigt?

Das kommt sicherlich auf den Standpunkt an. Fakt ist: Mit solchen Seiten lässt sich Geld verdienen. Und wer bekommt das Geld? Die Seitenbetreiber. Wer bekommt noch Geld? Der Designer, welcher seine Leistung auch tatsächlich verkaufen kann. Alle anderen gehen leer aus. Nun wäre eine solche Seite für den Durchschnittsdesigner sicherlich eine interessante Einnahmequelle, wenn der jeden Auftrag bekommen würde. Die Preise sind lächerlich – die Qualität also ist schlecht, die Quantität dafür sehr hoch. Warum klappt aber dieses Beispiel nicht? Weil sich noch viele andere Designer dort tummeln und unserem Durchschnittsdesigner sein Geschäft kaputt machen.

Wie aber verhält es sich aus der Persektive eines Hobbydesigners? Richtig, da sieht es ganz anders aus. Wer Spaß am Designen hat – und zwar völlig unabhängig davon, ob er für seine Arbeit entlohnt wird, kann sicherlich dort Projekte annehmen. Allen anderen würde ich aber davon abraten. Außer natürlich man weiß mit seiner Zeit nichts besseres anzufangen.

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5 comments

  1. Hallo!

    Danke für die Erwähnung!

    Zu “12designer” muss ich dazu sagen…sich nur auf dieses Portal zu verlassen wäre unklug, die Konkurrenz ist zu gross und wirklich gut! Ich selber bin auch noch auf ein paar weiteren Portalen angemeldet wie…Designenlassen.de, Logo-Design.de usw.!

    Der grosse Vorteil bei Designenlassen.de ist der Logo-Shop und Template-Shop…dort kann man die ganzen Logos, die nicht gewonnen haben, zum Verkauf anbieten und meist folgen bei einem Verkauf auch noch Folgeaufträge, die man dann Privat abwickeln kann…mit eigener Rechnungstellung…diese bringen dann das eigentliche Geld!

    Wo wir (meine Partnerin und ich) mehr verdienen, ist über unsere eigenen Seiten…auf den Portalen sind wir nur dann, wenn keine Aufträge eingegangen sind!

    Auch konzentrieren wir uns nicht nur auf die Logoerstellung, den das wäre zuwenig, sondern sind auch auf Content-Portalen usw. tätig…

    Aber der reine Verdienst nur mit Logo-Wettbewerben ist nicht wirklich Gewinnbringend und somit zum Geld verdienen, um davon zu Leben, nicht geeignet.
    Man muss sich viele Kanäle in diese Richtung erschliessen, dann ist der Verdienst gut!

    Mein bevorzugtes Portal ist aber Designenlassen wegen den zwei Shops…

    MfG

    Csaba

    1. Hallo Csaba – danke für Deinen umfangreichen Kommentar. Deine Sichtweise bzw. Herangehensweise lässt mich doch ein wenig ins Grübeln kommen. Vielleicht habe ich vorschnell ein Urteil gezogen.

      Ich denke ich werde in den nächsten Tagen einen weiteren Artikel schreiben und Deine Erfahrungen und Schilderungem miteinbeziehen. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank dafür!

  2. Hallo!

    Nichts zu Danken!

    Ich muss Deinem Artikel aber auch durchaus Recht geben! Es ist wirklich verlorene Zeit wenn man an den ganzen Wettbewerben teilnimmt…ausser man hat wirklich nichts besseres zu tun!

    Der zweite Punkt ist der Werteverfall…dieser Umstand ist sicherlich auf solchen Portalen gegeben und selbständige Designer, die von der Arbeit leben müssen Fluchen über solche Portale, da wirklich für Spottpreise gearbeitet wird!!!
    Wenn man bedenkt, ein Designer verlangt als Selbständiger für ein Webdesign 4000-6000,-€ und auf solchen Portalen bekommt man aber gleichwertiges schon ab 700,-€…aber durch die Globalisierung und mit Hilfe des Internet, sind 200-300,-€ für ein Logo-Design für einen Südamerikaner oder einem Rumänen oder Russen eine Menge Geld!!! Wenn dieser nur ein Webdesign um 700,-€ an den Mann/Frau bringt hat er seinen Monatslohn…für einen Mitteleuropäer ist das ein Bruchteil von dem was er zum Leben benötigt und dann kommen noch die Steuern usw.!

    Genau hier ist das Problem…viele Unternehmer haben aber schon erkannt, das sehr gute Designer aus den Billiglohnländern auf diesen Portalen sind und auch wirklich gute Arbeit machen (schliesslich sind Photoshop und Illustrator auch an denen nicht Spurlos vorbeigezogen!). Natürlich ist ein Unternehmer auch bedacht nicht 4000 sondern nur 700 für ein Webdesign zu zahlen…oder?!

    Aber auch schon deutsche Designer drängen auf solche Portale, da diese erkannt haben das durchaus Geld zu verdienen ist, wenn man gut ist!

    Es gibt ja auch kleine Tricks auf diesen Portalen…die Logoerstellung ist ja überrannt auf diesen Seiten…einfach das machen was die meisten nicht gerne machen…das sind die grösseren Projekte wie Flyer, Broschüren usw. dort sind bei einem Wettbewerb vielleicht 5 höchstens 10 Designer, aber keine 60 oder 70 wie beim Logodesign…so ist die Konkurrenz sehr viel weniger!
    Je komplexer ein Auftrag umso weniger Designer die dort sind…

    Ich bin auch nicht Glücklich mit der Preispolitik auf den Portalen…aber lieber weniger verdienen als garnichts! Das ist der Lauf der Zeit…habe wir ja auch Offline schon erlebt als Nokia aus Deutschland nach Rumänien ausgewandert ist, nur weil dort billiger produziert werden kann…das ist hier ungefähr das selbe! (Leider)

    Die grossen Gewinner sind natürlich die Auftraggeber und das Portal bei dieser Geschichte!
    Genau aus diesem Grund sollte man sich soviele Einkommenskanäle schaffen wie nur möglich…über die Portale lässt sich Geld verdienen…für einen Mitteleuropäer zuwenig, für einen Russen oder Südamerikaner genug!

    MfG

    Csaba

  3. Also den Hinweis von Csaba Nagy auf Designenlassen kann ich nicht nachvollziehen. Der Umgang mit den Designern ist dort mehr als unterirdisch, es gibt oder gab etliche Projekte, wo von den Designer der Verdacht geäußert wurde, dass es Fake-Projekte waren. Die Preise in den Shops sind lächerlich gering. 12designer ist für mich da wesentlich sympathischer, ich habe da das Gefühl, dass deren Team der stärker hinter den Auftraggebern her ist. Aber da kann sich ja jeder sein eigenes Bild machen.

    1. Hallo Klaus,
      vielen Dank für Deine Einschätzung. Das Thema muss sicherlich von vielen Seiten beleuchtet werden und je nach Situation ändert sich das Urteil.
      Vielleicht füge ich Deine Meinung als Anmerkung bei – ich möchte nicht parteiisch sein.
      Danke nochmal für Deinen Beitrag.

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