Workflow bei der Erstellung von Webseiten

Da der Workflow von Programmierer zu Programmierer und Designer zu Designer etwas unterschiedlich ist, möchte ich euch hier vorstellen, wie das Ganze bei mir abläuft und welche Varianten es sonst noch so gibt.

Bei mir lässt sich der Prozess in folgende Phasen aufteilen:

1. Konzeptphase – Webdesign – Anordnung der Elemente
Hier wird das Konzept ausgearbeitet und auf realem Papier vorskizziert. Grobe Designeigenschaften werden notiert, in erster Linie geht es aber um die Anordnung der Elemente, die dann mit dem Kunden abgesprochen werden.

2. Programmierungsphase – Webdesign – Rohversion des Internetauftritts
Ich erstelle die Webseite auf Basis des Scribbles und setzte die ersten Designelemente um – in grober Form. In dieser Rohversion sieht man im Normalfall schon ganz gut, wo es noch hapert – vor allem im Hinblick auf die Usability. Was nicht passt, wird ausgebessert. Das Design muss sich im Nachhinein dann der Usability beugen.

3. Designphase – Webdesign mit Photoshop
In der Designphase wird die Rohversion in eine schöne Optik gekleidet. Der Fokus liegt hierbei auf der Bewahrung der Usability, also der Übersichtlichkeit und Benutzerfreundlichkeit der Webseite. Details werden hinzugefügt, Grafiken erstellt und die einzelnen Elemente aufgewertet.

4. Testphase der Webseite
Die Testphase ist sehr wichtig und wird oft vergessen. Vermutlich deshalb, weil sie die unbeliebteste Phase ist. Dabei funktionierts ganz einfach: Zeige die Seite Personen, die du kennst, von denen man aber sicher ist, dass sie kein Blatt vor den Mund nehmen. Dann frage sie, was sie hinter bestimmten Menüpunkten erwarten würden und lass sie ein bisschen auf der Seite herumklicken. Ich vergebe gerne Ziele: Suche nach Information XY. Dies entspricht dann im Normalfall dem tagtäglichen Suchverhalten. Die geerneten Kritiken sollte man ernst nehmen. Lob hört man selten, damit muss man umgehen. Denn was gut funktioniert gilt gemeinhin als normal, was unübersichtlich ist und informationslos als schlecht. Wegen dem großen Angebot im Web ist die Toleranz der User relativ gering.

5. Feinschliff der Webseite
Hier werden die gesammelten Erfahrungen u.A. der Testphase berücksichtigt und eventuell in die Webseite mit übernommen.

Im Normalfall gehe ich so an eine neue Webseite heran. Bei größeren Projekten wird die Konzeptphase auch gerne ausgeweitet, sodass die Menüstruktur bis ins kleinste Detail besprochen, jede Funktion als Scribble aufgezeichnet wird.

Mit dieser Arbeitsweise erspare ich mir allerdings einen wichtigen Schritt: Die komplette Konzeption in Photoshop. Ich muss meine Webseite nicht zweimal bauen und dann umständlich von Photoshop in den Browser zu übertragen.

Die Arbeitsweise, den kompletten Webauftritt bzw. alle wichtigen Elemente, allem voran die Startseite, in Photoshop zu entwerfen ist allerdings weit verbreitet. Und wer es so machen möchte, der sollte das auch tun und sich von meiner Herangehensweise nicht beirren lassen.

Welcher Weg ist für Euch der beste?

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